
Alles über Co-op-Fonds
Cooperative Marketing Funds (Co-op) sind Marketingbudgets, die Partner nutzen können, um die Sichtbarkeit, Attraktivität und Differenzierung von Microsoft-Produkten in ihrem jeweiligen Markt gezielt zu steigern. Partner, die an einem Incentive-Programm mit Co-op-Komponente teilnehmen, erhalten ihre Vergütung in zwei Teilen: Ein Teil wird als monatlicher Rebate ausgezahlt, ein weiterer Teil steht als Co-op-Budget zur Verfügung.
Dieses Co-op-Budget wird über einen Zeitraum von sechs Monaten (gemäß dem Microsoft-Geschäftsjahr) aufgebaut und kann für vorab genehmigte Marketing- und Entwicklungsaktivitäten eingesetzt werden. Partner Care erläutert im Folgenden, wie Co-op-Fonds funktionieren und wie sie optimal genutzt werden können.
Welche Aktivitäten sind Co-Op-berechtigt?
Co-op-Fonds dürfen für drei zentrale Aktivitätsbereiche eingesetzt werden: Demand Generation, Market Development und Partner Skilling. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Markenbekanntheit zu steigern, die Sales-Pipeline auszubauen, die Partnerexpertise zu stärken sowie spezialisierte Lösungen oder Centers of Excellence zu entwickeln. Im Folgenden erläutern wir die drei Bereiche näher.
1. Demand Generation
Demand Generation umfasst klassische und digitale Marketingaktivitäten mit einer breiten Zielgruppenansprache, die zur Vermarktung von Microsoft-Diensten und -Lösungen beitragen. Die erzielten Ergebnisse sowie die Reichweite der Maßnahmen sind messbar.
Beispiele für förderfähige Aktivitäten:
- Printanzeigen
- Digitale Werbung
- Social-Media-Marketing
- Direct-Mail-, E-Mail- oder mobile SMS-Kampagnen
- Optimierung von Partner-Websites sowie SEO-Maßnahmen
- Microsoft-syndizierte Inhalte
- Multitouch-Digitalkampagnen
- Entwicklung von Best Practices
- Messen und Veranstaltungen
2. Market Development
Market Development umfasst Marketingaktivitäten, die auf eine klar definierte Zielgruppe ausgerichtet sind und gezielt den Verkauf von Microsoft-Softwarelizenzen unterstützen.
Beispiele für förderfähige Aktivitäten:
- Telemarketing
- Kundenseminare und Bootcamps
- Spezielle Kundenangebote
- Interne Incentives und SPIFF-Programme
- On-site-„Champions“
- Proof-of-Concept-Projekte
- Solution Building mit Drittanbietern
- Migrationsservices
- Einrichtung von Employee-Purchase-Webshops für Kunden
3. Partner Skilling
Partner Skilling konzentriert sich auf die Schulung und Weiterentwicklung der internen Vertriebs- und Technikteams eines Partners. Ziel ist es, Wissen und Expertise rund um Microsoft-Lösungen nachhaltig zu stärken.
Beispiele für förderfähige Aktivitäten:
- Teilnahme am Microsoft AI Cloud Partner Program
- Microsoft-Zertifizierungen, Prüfungen und Kursgebühren
- Interne Schulungen und „Floor Days“
- On-Demand-Trainings
- Von Microsoft organisierte Konferenzen
- Product Seeding und Demo-Geräte
Wichtige Hinweise zu Co-op-Aktivitäten
- Featured Partner Sponsorships für Microsoft-Events wie die Microsoft AI Tour, Ignite, Build oder Tech Connect sind als Co-op-Aktivitäten zulässig.
- Co-op-Fonds dürfen nicht zur Kofinanzierung anderer Microsoft-Investitionen wie MDF oder SureStep verwendet werden.
- Interne Seller-Award-Reisen sind nicht Co-op-berechtigt.
- Gebühren für Spezialisierungs-Audits sind ebenfalls von der Erstattung über Co-op ausgeschlossen.
Tipps, um das Maximum aus Ihrem Co-op-Budget herauszuholen
Tipp 1: Frühzeitig mit der Planung beginnen
Beginnen Sie mehrere Monate vor Beginn der neuen Periode mit der Planung Ihrer Co-op-Aktivitäten. So bleibt ausreichend Zeit, bestehende Marketingkampagnen auszubauen oder neue Initiativen zu starten – beispielsweise durch die Zusammenarbeit mit einer Marketingagentur oder das Testen neuer Kanäle. Besonders effektiv ist ein integrierter Marketingansatz, bei dem sich Maßnahmen wie E-Mail-Kampagnen, Webinare, Call-Downs und weitere Touchpoints sinnvoll ergänzen. Zusätzlich können Account-basiertes Marketing und branchenspezifisches Targeting dabei helfen, vielversprechende KMU-Kunden gezielt über CloudAscent anzusprechen.
Tipp 2: POE-Anforderungen stets im Blick behalten
Sichern Sie für alle durchgeführten Aktivitäten geeignete Nachweise, beispielsweise Screenshots mit Datums- und Zeitstempel. Beim Einreichen des Proof of Execution (POE) gilt: Lieber zu viele Belege als zu wenige. Bei E-Mail-Kampagnen sollten Sie sich selbst in den Verteiler aufnehmen, da nur der Nachweis der tatsächlich versendeten E-Mail akzeptiert wird – nicht lediglich eine Testversion.
Tipp 3: Claims frühzeitig einreichen
Reichen Sie Ihre Co-op-Claims möglichst zeitnah nach Entstehen der Ausgaben ein. So vermeiden Sie Zeitdruck während der Genehmigungsphase, in der häufig Rückfragen oder zusätzliche POE-Nachweise erforderlich sind. Empfehlenswert ist es zudem, zunächst die größten Ausgaben zu beanspruchen, da der Aufwand für die Dokumentation in der Regel ähnlich hoch ist wie bei kleineren Beträgen.
Mehr Informationen
Mit Cooperative Marketing Funds (Co-op) lassen sich Transformationsprojekte beschleunigen und Wachstumspotenziale gezielt ausschöpfen. Möchten Sie mehr darüber erfahren und wissen, welche Möglichkeiten sich für Ihr Unternehmen ergeben? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit unseren Microsoft-Spezialisten auf.
Sie erreichen uns telefonisch unter: +49 30 76758732 oder per E-Mail an support@partnercare.de. Alternativ können Sie auch das Kontaktformular auf unserer Website ausfüllen. Wir melden uns dann bei Ihnen
